Warum ich mit einer KI arbeite

Veröffentlicht am 8. September 2026 um 10:23

Oft werde ich gefragt, warum ich meine neuen Songs mithilfe einer KI schreibe. Da antworte ich meistens: Um einen Song zu produzieren, benötige ich mehrere Musiker:innen und ein Tonstudio. Alleine das ist mit einem enormen finanziellen Aufwand verbunden, den heute fast nur noch die Musikkonzerne stemmen können. Ein Beispiel: Nur für die Abmischung eines einzigen Songs (der Song wurde zuvor selbst mit Programmen wie „Band in a Box“ o. Ä. erstellt, die es aber auch erst ab mehreren hundert Euro gibt) musste ich in einem „günstigen“ Studio 600 Euro zahlen. Die KI verlangt für 60 Songs im Monat nur einen Bruchteil davon. Die Musiker:innen arbeiten aber auch meistens in Selbstausbeutung oder sind völlig unterbezahlt. 

Da ich fast alle Texte selbst schreibe und die Musik der KI sehr stark beeinflussen kann, ist sie für meine Bedürfnisse als Musiker ein Segen! 

Ähnlich verhält es sich mit der Gestaltung von Grafiken. Für ein Foto des Bundeskanzlers müsste ich zum Beispiel um Genehmigung bitten und am Ende viel Geld für die Rechte bezahlen. Alles zusammen ist unbezahlbar geworden. 

Fazit: Die KI kann ein Vorteil für Künstler:innen sein, für die meisten Lohnschaffenden ist sie allerdings eine große Gefahr. Denn sie spart Arbeitszeit – sprich Arbeitsplätze – ein, führt also zu Massenentlassungen und Verarmung. Leider tun diejenigen, die dagegen steuern könnten, … nichts! Notwendig wären unter anderem eine starke Arbeitszeitverkürzung, Urlaubsverlängerung usw. Doch nichts geschieht. Im Gegenteil: Die faulen deutschen Arbeitnehmer würden lieber ein anstrengungsloses und parasitäres „Lifestyle-Leben“ führen … so ist es von allerhöchster Stelle zu hören.

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